Munich Third Reich Tour
Besucherführer

NS-Stätten in München: Was übrig blieb und wie man sie besichtigt

München bezeichnete sich selbst als Hauptstadt der Bewegung, und das Viertel um den Königsplatz wurde umgebaut, um dies zu belegen. Die meiste Architektur steht noch, wurde umgenutzt und ist weitgehend nicht gekennzeichnet. Dieser Führer zu den NS-Stätten in München erklärt, was erhalten geblieben ist, wo der Pfad beginnt und welche praktischen Fakten Sie vor dem Start kennen müssen.

9 Info Info 2026-08-09 Info
NS-Stätten in München: Was übrig blieb und wie man sie besichtigt

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Der Eintritt zum NS-Dokumentationszentrum am Max-Mannheimer-Platz 1 ist für alle Besucher kostenlos (0 EUR). Es ist dienstags bis sonntags von 10:00–19:00 Uhr geöffnet und montags geschlossen. Ein Besuch zwischen 10:00 und 18:00 Uhr lässt genügend Zeit für die Dauerausstellung. Die meisten anderen Gebäude der NS-Zeit in der Nähe sind frei zugängliche oder genutzte Bauwerke, die jederzeit von der Straße aus zu sehen sind.

Der weiße Würfel am Max-Mannheimer-Platz steht auf dem Grundriss des Braunen Hauses, dem 1930 gekauften und bei alliierten Bombenangriffen zerstörten Hauptquartier der NSDAP. Nichts vom Original wurde bewahrt. Diese bewusste Abwesenheit bestimmt den Ton für das gesamte Viertel: Was Besucher in München finden, ist selten ein Denkmal, sondern oft ein genutztes Gebäude mit einer unbequemen Vergangenheit. Die NS-Stätten in München konzentrieren sich eng um den Königsplatz und die Maxvorstadt, was sie außergewöhnlich fußläufig macht. Paul Ludwig Troosts zwei Führerbauten flankieren den Platz und beherbergen heute die Hochschule für Musik und Theater sowie das Zentralinstitut für Kunstgeschichte; das Münchner Abkommen wurde 1938 in einem davon unterzeichnet. Die Granitpflasterung, die Hitler für Massenkundgebungen auf dem Königsplatz verlegen ließ, wurde in den späten 1980er Jahren entfernt und die Rasenflächen wurden wiederhergestellt. Zwei Blocks entfernt markiert die Feldherrnhalle das Ende des Hitler-Ludendorff-Putsches von 1923, und die Viscardigasse dahinter – die sogenannte Drückebergergasse – trägt eine Bronzeline zur Erinnerung an diejenigen, die Umwege machten, um den Hitlergruß zu vermeiden. Etwas weiter außerhalb liegen die KZ-Gedenkstätte Dachau und das Haus der Kunst, das noch immer als Galerie in Betrieb ist. Praktisch bedeutet das, dass eine Tour zu den NS-Stätten in München hauptsächlich eine Lektüre von Außenansichten ist. Nur das Dokumentationszentrum bietet eine kuratierte Innenausstellung, weshalb fast jede selbstgeführte Route und jede Führung dort beginnt oder endet. Die vier Etagen führen chronologisch von der Radikalisierung der Stadt nach 1918 bis zu den Nachkriegsjahren, und die Fenster im obersten Stockwerk blicken direkt auf den Platz, den das Material beschreibt. Die Ausstellung zuerst zu besuchen, gibt den umliegenden Münchner Sehenswürdigkeiten einen Kontext, den Plaketten allein nicht bieten können. Planen Sie einen halben Tag ein, wenn das Ziel das Zentrum sowie eine Runde um die Gebäude der Maxvorstadt ist, und einen vollen separaten Tag für Dachau, das etwa zwanzig Kilometer nordwestlich liegt und eher einen eigenen Besuch verdient als einen nachmittäglichen Anhang. Das Fotografieren ist in den meisten öffentlichen Bereichen gestattet, aber die Stätten sind Orte des Gedenkens und einige sind aktive Schulen, Büros oder Konzerthallen; Diskretion ist wichtig. Wer eine Route rund um NS-Stätten in München plant, sollte auch das Programm der Wechselausstellungen des Zentrums prüfen, das sich mehrmals jährlich ändert und gelegentlich einzelne Stockwerke schließt. Geführte Rundgänge füllen die Lücken zwischen den Gebäuden mit Details auf Straßenebene, die nirgendwo sonst zu finden sind.

“Was Besucher in München finden, ist selten ein Denkmal, sondern oft ein genutztes Gebäude mit einer unbequemen Vergangenheit.”
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Öffnungszeiten für NS-Stätten in München

Das NS-Dokumentationszentrum München ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet. Montags bleibt es geschlossen.

Montag
Geschlossen
Dienstag
10:00–19:00
Mittwoch
10:00–19:00
Donnerstag
10:00–19:00
Freitag
10:00–19:00
Samstag
10:00–19:00
Sonntag
10:00–19:00
Besucher sollten zwischen 10:00 und 18:00 Uhr ankommen, um genügend Zeit für die Besichtigung der Dauerausstellung zu haben.
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Eintrittspreise für NS-Stätten in München

Der Eintritt in das NS-Dokumentationszentrum München ist für die Öffentlichkeit kostenlos. Es gibt keine Ticketkategorien oder unterschiedliche Preisstrukturen für den Einlass.

Erwachsene Kein Eintrittspreis
0 EUR
Ermäßigt Kein Eintrittspreis
0 EUR
Unter 18 Jahren Kein Eintrittspreis
0 EUR
Der Eintritt ist für alle Besucher unabhängig von Alter oder Wohnsitz frei.

Info Ein durchschnittlicher Erwachsener zahlt 0 EUR Eintritt, da der Zugang zur Dauerausstellung für alle Gäste kostenlos ist.

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Historischer Kontext von NS-Stätten in München

Die Adresse erzählt die Geschichte. Der Max-Mannheimer-Platz 1 steht auf dem Grundriss des Braunen Hauses, dem Hauptsitz der NSDAP, der 1930 gekauft und nach den braunen Hemden der SA benannt wurde. Adolf Hitler hatte im ersten Stock ein Büro. München war seit 1919 die Wiege der Bewegung, als sich die Deutsche Arbeiterpartei in den Bierhallen der Stadt traf; der gescheiterte Hitler-Ludendorff-Putsch vom 8.–9. November 1923 begann im Bürgerbräukeller und endete mit sechzehn Toten in der Nähe der Feldherrnhalle. 1935 formalisierte das Regime, was bereits Realität war, und verlieh München den Titel „Hauptstadt der Bewegung“. Der Parteichitekt Paul Ludwig Troost gestaltete den umliegenden Königsplatz zwischen 1933 und 1937 um. Der neoklassizistische Platz, der in den 1810er Jahren für Ludwig I. angelegt worden war, wurde für Massenaufmärsche mit 22.000 Granitplatten gepflastert. Zwei Verwaltungsgebäude (Führerbauten) und zwei Ehrentempel für die Toten des Putsches vervollständigten den Komplex. Das Münchner Abkommen wurde am 30. September 1938 im Führerbau unterzeichnet. Alliierte Bombenangriffe zerstörten das Braune Haus 1945; die Tempel wurden 1947 abgerissen, ihre Sockel blieben jedoch bewusst sichtbar. Das leere Grundstück blieb sechs Jahrzehnte lang unbebaut. Im Jahr 2012 wurde der Grundstein für einen weißen Kubus der Architekten Georg Scheel Wetzel gelegt, und das NS-Dokumentationszentrum eröffnete am 30. April 2015, siebzig Jahre nach der Befreiung Münchens. Der freie Eintritt für alle Besucher wurde als Gründungsprinzip festgeschrieben, und seine Dokumentation der NS-Orte in München bleibt der Ankerpunkt für jeden, der die Zeitgeschichte in der ganzen Stadt nachverfolgen möchte. Was heute überlebt hat, ist meist Boden und Stein. Besucher einer Führung zur Münchner Geschichte überqueren noch immer die Granitpflasterung von Troost, stehen auf den überlebenden Fundamenten der Ehrentempel unter einem Baumdickicht und sehen den intakten Führerbau, heute eine Musikhochschule. Das Zentrum selbst und die von ihm kartierten NS-Orte in München nehmen das eine Grundstück ein, das bewusst als Leere belassen wurde.

1919

Die Deutsche Arbeiterpartei, Vorläufer der NSDAP, bildet sich in München.

1923

Der Hitler-Ludendorff-Putsch vom 8.–9. November bricht nahe der Feldherrnhalle zusammen, wobei sechzehn Parteimitglieder sterben.

1930

Die NSDAP erwirbt das Barlow-Palais in der Brienner Straße und baut es zum Braunen Haus um.

1935

München wird offiziell zur Hauptstadt der Bewegung ernannt.

1937

Die Neugestaltung des Königsplatzes durch Troost wird mit Granitpflasterung, zwei Führerbauten und zwei Ehrentempeln abgeschlossen.

1938

Das Münchner Abkommen wird am 30. September im Führerbau unterzeichnet.

1947

US-Besatzungstruppen lassen die Ehrentempel abreißen, wodurch deren Sockel freigelegt werden.

2015

Das NS-Dokumentationszentrum eröffnet am 30. April auf dem Gelände des ehemaligen Braunen Hauses.

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Bedeutende Ausstellungen an NS-Stätten in München

Die Dauerausstellung im NS-Dokumentationszentrum München erstreckt sich über mehrere Ebenen und detailliert die Transformation der Stadt zur Hauptstadt der nationalsozialistischen Bewegung. Besucher erforschen die ideologischen Grundlagen und die Institutionalisierung des Regimes anhand belegter Beweise und zeitgenössischer Artefakte.

Münchens Aufstieg zur Macht

Münchens Aufstieg zur Macht

Dieser Bereich untersucht das frühe politische Klima in München, mit Fokus auf die Gründung der NSDAP und den Putsch von 1923. Betrachten Sie die ausgestellten frühen Propagandamaterialien, um das Wachstum der Partei zu verstehen.

Achten Sie auf die Parteimitgliedsausweise aus den 1920er Jahren und die Fotografien von Aufmärschen.

Ausstellung zur Rassenpolitik

Ausstellung zur Rassenpolitik

Dieser Bereich analysiert die systematische Verfolgung von Minderheiten durch das Regime und die Umsetzung der Rassengesetze in München. Er bietet Einblicke in den institutionellen Apparat, der die systematische Ausgrenzung ermöglichte.

Konzentrieren Sie sich auf die dokumentierte Chronologie antisemitischer Maßnahmen in städtischen Verordnungen.

München als Hauptstadt der Bewegung

München als Hauptstadt der Bewegung

Die Ausstellung veranschaulicht, wie die Stadt für Propagandazwecke umgestaltet wurde, einschließlich ihrer Architektur und zeremoniellen Nutzung. Sie zeigt den Kontrast zwischen dem kulturellen Erbe der Stadt und ihrem nationalsozialistischen Wiederaufbau.

Vergleichen Sie die Archivfotos des Königsplatzes mit modernen architektonischen Überresten.

Wiederaufbau und Erinnerung

Wiederaufbau und Erinnerung

Der letzte Abschnitt behandelt die Zeit nach dem Krieg und den Umgang der Stadt mit ihrem historischen Erbe. Er hebt die Bemühungen um Dokumentation und Bildung im modernen München hervor.

Nehmen Sie sich Zeit, die interaktiven Beiträge zum städtischen Diskurs nach dem Krieg zu lesen.

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Anfahrt zu NS-Stätten in München

Das NS-Dokumentationszentrum München befindet sich am Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München. Es ist am einfachsten über das zentrale öffentliche Verkehrsnetz der Stadt zu erreichen.

U-Bahn 5 Min. Fußweg ab Station

U-Bahn U2 bis Königsplatz

Bus 3 Min. Fußweg ab Haltestelle

Bus 100 bis Königsplatz

Zu Fuß 15 Min. Fußweg

Vom Münchner Hauptbahnhof

Das Aussteigen an der U-Bahn-Station Königsplatz bietet den kürzesten Fußweg zum Eingang. Für diejenigen, die eine umfassendere Erkundung der historischen Stätten der Stadt planen, wird die Nutzung des zentralen Nahverkehrsnetzes anstelle des Autos empfohlen, da in der unmittelbaren Umgebung nur begrenzte Parkmöglichkeiten bestehen.

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Häufig gefragt

Häufige Fragen zu NS-Stätten in München

Alles, was Sie über NS-Stätten in München wissen müssen

Gibt es viele NS-Stätten in München zu besichtigen?

München beherbergt mehrere bedeutende Orte aus dieser Zeit, die vor allem mit der Rolle der Stadt als Geburtsort der Bewegung verknüpft sind. Die Erkundung von NS-Stätten in München beinhaltet meist den Besuch des NS-Dokumentationszentrums, das als zentraler Ort der Wissensvermittlung dient. Geführte Stadtrundgänge können Ihnen helfen, diese verstreuten Orte effizient zu finden.

Gibt es einen Eintritt für das NS-Dokumentationszentrum München?

Das NS-Dokumentationszentrum, ein Schlüsselort zum Verständnis der NS-Stätten in München, kostet 0 EUR Eintritt. Es ist für alle Besucher kostenlos und somit ein zugängliches Bildungsangebot. Bitte prüfen Sie die offizielle Website auf etwaige Änderungen.

Wie sind die Öffnungszeiten für Stätten der nationalsozialistischen Zeit?

Das Dokumentationszentrum ist dienstags bis sonntags von 10:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Montags ist es geschlossen; dies sollten Sie bei der Planung Ihrer Besuche der verschiedenen NS-Stätten in München berücksichtigen. Überprüfen Sie vorab stets die spezifischen Zeiten für weitere kleinere historische Markierungen.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der NS-Stätten in München?

Wir empfehlen einen Besuch zwischen 10:00 und 18:00 Uhr, um Menschenmengen am späten Nachmittag zu vermeiden und ausreichend Zeit für die umfangreiche Dauerausstellung zu haben. Dieses Zeitfenster ermöglicht eine umfassende Auseinandersetzung mit der Geschichte der Stadt. Diese Stunden bieten zudem eine ruhigere Atmosphäre zum Nachdenken.

Kann ich Münchner Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust erkunden?

Ja, viele historische Markierungen und Denkmäler befinden sich im öffentlichen Raum und ermöglichen eine eigenständige Erkundung. Ein geführter Stadtrundgang bietet jedoch oft tiefere historische Zusammenhänge und zeigt Orte, die sonst vielleicht übersehen würden. Professionelle Guides bieten Einblicke in die komplexe Geschichte dieser Ära.

Sind diese Geschichtstouren für Familien mit Kindern geeignet?

Obwohl das Material an diesen historischen Orten lehrreich ist, behandelt es sensible und schwierige Themen. Eltern sollten entscheiden, ob der Inhalt für ihre Kinder je nach Alter und Reifegrad angemessen ist. Viele Besucher empfinden eine fachkundige Führung als hilfreich, um diese komplexen Themen verantwortungsbewusst zu vermitteln.